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Der Pferdefuß der Bürgerarbeit

Marion Ziegler, stv. Fraktionsvorsitzende

Der ARGE Leipzig wurden 500 Stellen für die Bürgerarbeit bewilligt. Bei 46.000 Arbeitssuchenden ist das jedoch wahrlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Hunderte Vereine, für die Bürgerarbeit Probleme lösen würde, werden um die Trägerschaft dieser Maßnahmen kämpfen müssen. Das Programm trägt außerdem den Makel eines erhöhten bürokratischen Aufwands. In der erste Phase wurden ab August 2010 Arbeitssuchende mit intensiver Beratung aktiviert. Mindestens einmal im Monat gibt es den Kontakt mit der ARGE-Beraterin, dem Berater. Das Ziel: Die Integration des Betroffenen in den ersten Arbeitsmarkt. Scheitert das, wird in der zweiten Phase ein Arbeitsvertrag bis zu drei Jahren mit dem Maßnahmeträger geschlossen. Hinter Programmen dieser Art steht neben dem hohem Verwaltungs- ein hoher Finanzaufwand. In Leere-Kassen-Zeiten muss man sich deshalb fragen, ob die Bürgerarbeit Mängel der Arbeitsmarktpolitik kaschieren soll und ob die Stadt Leipzig der ARGE einfach 50 unbefristete Stellen bereitstellen darf. Beratung ist eine originäre Aufgabe der ARGE und daran krankt sie. Das belegen viele Beschwerden und Petitionen wegen mangelnder Beratungskompetenz. Mit dem Bundesprogramm für Bürgerarbeit verbessert sich die Qualität der Beratung der ARGE. Allerdings nur für 1,1% der Leipziger, die Arbeit suchen. Eine erhöhte Beratungsqualität wäre ein klares Ziel der ARGE – für alle Arbeitssuchenden.